Montag, 29. August 2022

Schnellschachturnier in Schenklengfeld

 Am Sonntag fand das 4. Schnellschachturnier in Schenklengsfeld statt, diesmal im Dorfgemeinschaftshaus Wippershain, Wie auch die vorhergehenden Auflagen haben die Schenklengsfelder das wieder gut organisiert. Nur 5 Euro Startgeld, und dabei waren sowohl die Getränke als auch der gereichte Imbiss auch noch kostenlos - keine Ahnung wie die Schenklengsfelder das machen, aber das ist schon mehr als günstig.

Das Wetter war wieder heiß, im Spielsaal und im schattigen Raucherbereich vor der Tür herrschten aber durchaus angenehme Temperaturen. Da hatte jemand bei der Wahl der Spielstätte ein gutes Händchen.

Mit 38 Teilnehmern war das Turnier gut besucht, nicht nur in der Quantität. Mit den Spitzentrio Martin Kersting, Jens Hohmeister und Markus Schmidt auch in der Qualität.

Ausgeschrieben ist das Turnier nur für Mitglieder des Bezirkes 2. Es haben einige Spieler von Bad Sooden Allendorf und Markus Schmidt (Niederbrechen) mitgespielt. Und das ist gut so. Markus  ist immer noch passives Mitglied beim SK Turm Bad Hersfeld und Jens Hohmeister hat "ewige" Zeit in Bebra gespielt. Jetzt spielt er in Bad Sooden Allendorf und hat noch einige sympathische SpierlerInnen mitgebracht. Ich finde den Schenklengsfelder Spagat, das Turnier nur für SpielerInnen des Bezirkes 2 auszurichten und  dann doch einige Ausnahmen zu machen sehr gut.

Als ich die Ausschreibung gelesen habe, hat mich der Termin in den Sommerferien etwas gestört. Wäre ein Termin außerhalb der Ferienzeit nicht besser gewesen? Ich wurde darüber belehrt, dass man den Termin "letztes Wochenende im August" unbedingt halten will. Diese Kontinuität hat unbestritten seine Vorteile und die hohe Telnehmerzahl (obwohl das Turnier kaum beworben wurde) spricht deutlich dafür, dass ich mit dem "Sommerferienproblem" so ziemlich alleine dastehe. Also akzeptiere ich, dass die Beibehaltung des festen Termines wichtiger ist als das Vermeiden von Ferienterminen. Beides geht halt nicht.

Nun aber zum Sportlichen Teil - wie immer auf dieser Seite aus Hersfelder Sicht geschrieben.

Mit Markus Schmidt (Startrang 3), Eckhard Krauße (Startrang 4, Titelverteidiger )  und Michael Honstein (Startrang 7) haben wir 3 Spieler im Rennen, die ernsthaft um den Titel mitspielen können.

Nach 3 Runden haben Markus Schmidt und ich 3 Punkte, gefolgt von 4 Spielern die mit 2,5 Punkten gestartet sind. Darunter Michael Honstein , der in der 3 Runde gegen Jens Hohmeister remisiert hat.

In Runde 4 geht die Partie Eckhard Krauße-Markus Schmidt remis aus (ausgekämpft - nicht geschoben). Michael Honstein spielt gegen Georgi Davidov (SC Rotenburg) remis,

Runde 5: Markus Schmidt remisiert mit Jens Hohmeister, Michael Honstein und ich gewinnen. Damit bin ich alleiniger Tabellenführer (4,5 Punkte) gefolgt von 4 Spielern mit 4 Punkten, darunter Markus Schmidt und Michael Honstein.

Runde 6: Das wars schon wieder mit der Tabellenführung. Ich verliere gegen Ralf Fiedler (Bad Sooden Allendorf). Markus Schmidt und Michael Honstein müssen gegeneinander antreten und trennen sich  remis. Zwischenstand: Ralf Fiedler und Jens Hohmeister führen mit 5 Punkten die Tabelle an, mit 4,5 Punkten folgen Markus Schmidt, Michael Honstein, Milos Maksimovic (SC Fulda) und meine Wenigkeit.

In der Schlußrunde gewinnt Markus Schmidt gegen Milos Maksimovic. Ich gewinne gegen Michael Honstein. In der Spitzenpaarung trennen sich Jens Hohmeister gegen Ralf Fiedler remis. Damit befinden sich 4 Spieler mit 5,5 Punkten an der Tabellenspitze und die Buchholzwertung darf entscheiden.

Mit dem undankbaren vierten Platz muß Ralf Fiedler vorlieb nehmen. Jens Hohmeister landet auf Platz 3, ich erhalte Platz 2 und Markus Schmidt hat das Turnier gewonnen.

Michael Honstein ist auf den 7. Platz zurückgefallen. Etwas enttäuschend für ihn, aber er hat ein sehr gutes Turnier gespielt, was nur durch die Schlußrundenniederlage getrübt wurde. Andererseits: Hätte er die letzte Runde gewonnen, wäre mein Turnierergebnis merklich eingetrübt worden.....

Die weiteren Hersfelder Teilnehmer sollen hier nicht vergessen werden. Hier konnte zwar niemand im Kanpf um die Spitze eingreifen, was aber nicht bedeutet es gäbe hier keine Leistung. 

Jona Rößing startet mäßig. Erste Runde gewonnen, in der 2, ein remis , Runde 3 eine Niederlage und in Runde 4 gleich die nächste Niederlage. Ich muß gestehen, dass ich während des Turniers seine weiteren Leistungen gar nicht mehr beachtet habe. Dabei fing er doch jetzt erst an, seine Klasse zu zeigen: Mit 3 Siegen in Folge (gegen Frank Liebert, Jens Schweißgut und Uwe Brehm) erreicht er in der Schlußabrechnung 4,5 Punkte (= Platz 8)

Michael und Laura Vöcking bewegen sich im Gleichschritt: 0-1-0-0-1-1-0 = 3 Punkte. Laura hat die bessere Buchholzwertung und landet auf Platz 25, Michael auf Platz 26.  Für Laura eine durchaus gute Leistung, für Michael eher weniger. (Wobei Michael das anders sehen wird. Immerhin kann er stolz auf seine Tochter sein, weil sie ihrem Vater erstmals in einem Turnier überflügeln konnte)

Philipp Seilius und Lukas Kempf landen mit 2 Punkten auf Platz 30 und 31. Diese Ergebniss ist voll in Ordnung und liegt im Rahmen der Erwartung, läßt aber auch noch Luft nach oben.

Der Link zur Turniertabelle



Sonntag, 31. Juli 2022

Liebe Tod & Teufel

 Liebe Tod & Teufel

Am Wochenende fand die DSAM im Sauerland Stern Willingen statt. Wie immer sehr gut organisiert und angenehme Spielatmosphäre. Einige Veränderungen gegenüber den bisherigen Turnieren (wobei ich natürlich nur mit denen vergleichen kann, an denen ich bisher teilgenommen habe) gibt es:
- Es fehlt das Catering direkt vor dem Eingangsbereich des Spielsaals. Das empfinde ich als angenehm, weil man sonst als eingefleischterr Coffein-Junkie ständig in Versuchung geführt wird sich einen teuren (Hotelpreise!!) Kaffee mitzunehmen. Andererseits hat man jetzt gar keinen Kaffe mehr, denn der Weg in die Hotellobby um sich einen Kaffee zu holen ist einfach unanständig weit.
- Dafür gibt es kaltes Wasser im Spielssal umsonst. Sehr lobenswert, leider sind die Wasserspender nach 3 Stunden aber leer...
- Der Frauenanteil bei den DSAM-Turnieren ist schon immer höher als bei anderen Schachturnieren. Gefühlt ist hier in Willingen die Frauenquote nochmal deutlich gestiegen (Eine belastbare Statistik werde ich dazu nicht erstellen, die gefühlte Wahrheit muß reichen)
- Man findet in Hotelnähe immer einen Parkplatz

Nun zum schachlichen Teil
Vom SK Turm bad Hersfeld sind zwei Spieler vertreten: Vanessa Krauße und Eckhard Krauße. Bernd Wildner war angemeldet, mußte seine Teilnahme wegens eines privaten Termines aber wieder canceln.

Runde 1:
Vanessa spielt nicht gut, die Partie wollte sie mir nicht einmal zeigen. Irgenwo hat sie im beginnenden Mittelspiel einen Springer eingestellt, dann aber hartnäckig weitergespielt und schließlich die Partie noch gewonnen. Bei mir verlief die Eröffnung sehr gut. Dann hab ich sinnlos einzügig die Qualität eingestellt. Trotz dieses Einstellers steh ich aber immer noch ausgeglichen bis leicht besser. Dann schwäche ich sinnlos meine Königsstellung und stell dabei auch noch einen Bauern ein. Damit steh ich klar auf Verlust. Gnädigerweise lässt mein Gegner die Zügel locker und mit viel Göück ich komme wieder in die Nähe des Ausgleichs. Aber nur um wenige Züge später in ein 2-3 Zügiges Matt zu laufen, das sieht mein Gegner gottlob nicht, macht einige schlechte Züge und ich stehe zum wiederholten Male auf Gewinn. Nur einen Zug später laufe ich blindlinks ins nächste Mattbild. Auf der Hitliste meiner schlechtesten Partien der letzten 10 Jahre nimmt diese Partie einen Platz ganz weit oben ein.

Runde 2:
Vanessa spielt besser, aber nicht gut. Die Eröffnung läuft nicht gut, sie wickelt in ein Endspiel mit Minusbauer ab. Allerdings ist der gegnerische Mehrbauer ein isolierter Doppelbauer und damit so gut wie nichts wert. Sie verteidigt sich lange und gut, tauscht die Figuren bis ins Turmendspiel runter. Und dann gibt sie die Partie auf.... Vanessa gehört zu den SpielerInnen, die selbst Verluststellung lange weiterspielen, manchmal auch peinlich lange. Und jetzt verteidigt sie sich lange und gut um dann das Turmendpiel viiiiel zu früh aufzugeben !!??!! Selbst wenn das Turmenspiel verloren gewesen wäre.... aber hier war das eine in der Endspieltherorie bekannte Remisstellung.
Ich bekomme in der Eröffnung alles was ich haben will. Meine junge Gegnerin kannte die gespielte Variante überhaupt nicht und stellt ihre Figuren zwar nicht sinnlos aber doch etwas planlos aufs Brett. Jetzt liegt ein Figurenopfer in der Luft. Allerdings sind die Varianten nicht bis zur letzten Konsequenz durchzurechnen (zumindest nicht für mich, richtig gute Spieler können vielleicht, Blechkisten können das ganz sicher). Also beschieß ich die Stellung noch ein bischen zu verstärken und das Opfer in der Hinterhand zu behalten. (Laut Computer hätte das Opfer gewonnen, allerdings mit einigen wirren Varianten die ich in meiner Vorrausberechnung nicht mal in Erwägung gezogen habe. Mein Vorbereitungszug ist die zweite Wahl der Blechkiste und führt zu deutlichen Vorteil). Im nächsten Zug opfer ich die Figur, meine Gegnerin lehnt das Opfer ab und ich steh vor der Wahl entweder das Opferangebot aufrecht halten und weiter auf Königsangriff zu spielen oder das Opferangebot zurückzuziehen und mich mit einem gewonmnenen Bauern zu begnügen. Es erschien mir etwas kleinlich mich jetzt mit einem läppischen Bauern zu begnügen und ihr die Verteidigung zu ermöglichen, ich entscheide mich also für den Königsangriff. Das war die falsche Entscheidung. Jetzt nimmt sie die angebotene Figur und kann ihren König erfolgreich verteidigen. Schade, aber da die Varianten zu komplex sind um sie vollständig durchzurechnen, muß man dass auch ein bischen nach Gefühl spielen. Das reichte hier nicht und meine Gegnerin hat sich hervorragend verteidigt.
Zwischenstand: Vanessa 1 Punkt, Ich 0 Punkte

Runde 3:
Vanessa kommt mit solidem Ausgleich aus der Eröffnung. Sie fasst einen langfristigen Plan, wie sie die Stellung weiter behandeln will und hält eisern an diesem Plan fest. Dumm nur, es war der völlig falsche Plan und sie hält solange daran fest bis sie richtig schlecht steht. Ich bring meinen Jungs und Mädels ja bei, wie wichtig es im Schach ist konsequent zu bleiben. Hier hat sie ein bischen zu viel von mir gelernt.
Mein Gegner setzt mir eine Eröffnungsvariante vor, mit der ich so meine Schwierigkeiten habe. (Es gibt einige Varianten mit denen ich nur schlecht zurechtkomme, aber welche das sind behalte ich für mich). Ich behandele das kreativ und bin recht zuversichtlich. Dummerweise habe ich einige gegnerische Möglichkeiten zwar gesehen, aber in iher Wirkung falsch eingeschätzt und gehe mit fliegenden Fahnen unter.
Zwischenstand: Vanessa 1 Punkt, Ich 0 Punkte - Das ist nicht unser Turnier

Runde 4:
Ich habe das Freilos gezogen.... Gibt eine Punkt und ich hab die Gelegenheit diesen Bericht abzufassen (Ich habe das Passwort für die Hompage nicht parat, so dass ich erst Sonntag abend veröffentlichen kann) Natürlich hätte ich mir meinen ersten vollen Punkt viel lieber am Brett erspielt, wenn ich mir aber den bisherigen Turnierverlauf anschaue bin ich mir nicht ganz sicher. Vorläufiges Ende, ich guck mal was Vanessa so aufs Brett zaubert.
Vanessa spielt gut. Im frühen Mittelspel einen Bauern geopfert. Lange Zeit ist nicht klar, ob sie jetzt genug für den Bauern hat oder nicht, aber als sich das Endspiel nähert spielt ihre Gegnerin etwas ungenau und Vanessa Initiative schwillt zu einem knallharten Angriff an.
Zwischenstand: Vanessa 2 Punkte, Ich 1 Punkte
Runde 5:
Ich komme sehr gut aus der Eröffnung, kann im Mittelspiel den Vorteil noch ausbauen und gewinne schließlich eine Leichtfigur. Dafür droht der Gegner mit Grundlinienmatt. Einfach abzuwehren - h3, g3, Tf1 - jeden Menge Möglichkeiten. Aber zuerst nehm ich noch einen schwarzen Turm mit Schach weg, König muß ziehen und ich Trottel fass die Dame an.... Das Grundlinienmatt hab ich gesehen bevor ich den Turm weggenommen habe und 15 Sekunden später ignorier ich das ?? Keine Ahnung was mit mir los ist.
Vanessas Partie verläuft trotz anderer Farbe und vollkommen anderer Eröffnung peinlich ähnlich: Sie kommt mit Schwarz mit vollem Ausgleich aus der Eröffnung, tauscht ins Dame/Turm Endspiel, gewinnt einen Bauern und kreiert Mattdrohungen. Einfache glatte Gewinnstellung! Aber sie sieht die Mattdrohungen nicht, und läßt sich stattdessen selber mattsetzen....
Endstand: Vanessa 2 Punkte, Ich 1 Punkte (Und der auch noch kampflos)


Montag, 23. Mai 2022

Landesklasse: 5:3 gegen Alsfeld

 Beim Mannschaftskampf am Sonntag gegen den SV Alsfeld lief alles wie es sollte - bis auf den Anfang.

Von Stammbelegschaft hatte ich eine Absage erhalten und habe dann bis Sonntag 12:00 versucht noch einen Ersatzspieler aufzutreiben. Da bei uns Ersatzspielern sehr dünn  gesät sind, lief das ins Leere und wir mußten mit 7 Spielern antreten.

Also schon vor dem ersten Zug 1:0 für Alsfeld.

Der Mannschaftskampf beginnt, zunächst läuft alles in normalen Bahnen. Vanessa Krauße tauscht die Damen (was ich mit etwas Unwillen zur Kenntnis nahm) und macht etwas Druck auf die schwarze Stellung (mit Damen wäre dieser Druck aber noch größer gewesen...). Etwa 30 min später hat sie den Druck erheblich verstärkt... So lieb ich das.... Nach weiteren 30 min hat sich die Stellung nur wenig geändert, nur hat Vanessa plötzlich einen Springer weniger. Einfach eingestellt - Shit happens.

Aber Sie kämpft weiter...

Nach 2,5 Sunden Spielzeit kommt das erste Ergebnis. Bernd Wildner hat gewonnen. War eine schöne Partie. Bauernopfer in der Eröffnung, Druck aufbauen, den Bauern mit Vorteil zurückholen und im Endspiel sauber verwerten. 

Nur wenige Minuten später vermeldet auch Jona Rössing einen Sieg.

Damit geht Hersfeld mit 2:1 in Führung.

Eine Stunde später kann ich auf 3:1 erhöhen. Keine Partie auf die ich Stolz bin. Mein Gegner spielt eine sehr ungewöhnliche Eröffnung. Mit einfachen natürlichen Entwicklungszügen bekomme ich von Start weg einen kleinen aber dauerhaften Vorteil. Dann stell ich im 12. Zug einen Läufer ein und hab einfach nur Glück, dass mein Gegner dieses Geschenk nicht annimmt. 

Im 13. Zug begeht mein Gegner dann einen positionellen Fehler und von nun an steh ich auf Gewinn. Ich glaube nicht, dass ich diese Gewinnstellung irgendwann aus der Hand gegeben habe, aber an mehreren Stellung unsauber gerechnet, Züge übersehen und damit hab ich mir die Verwertung der Gewinnstellung erheblich schwerer gemacht als es sein müsste...

Immerhin hatte diese Partie einige lehrreiche Stellen, so dass sich gelegentlich meine Schüler mit der Partie auseinander setzen dürfen.

Nur 2 Minuten später einigt sich Jörk Günther  mit seinem Gegner auf remis. Nach weiteren 2 Minuten gewinnt Fynn Wolf seine Partie. Das war ebenfalls eine saubere Partie. In der Eröffnung mit Schwarz den Ausgleich geschafft, positionelle Vorteile erarbeitet, Bauern gewonnen, den Vorteil im Endspiel sicher verwertet.

Damit haben wir 4,5 Punkte und damit den Wettkampf gewonnen. Bernd Schnitzlein hat zu dieser Zeit deutlichen Vorteil, Vanessa kämpft immer noch mit Springer weniger.

Also erstmal eine rauchen gehen, sich draußen ein bisschen unterhalten und als ich 20 Minuten später den Spielsaal wieder betrete, sind beide Partie beendet.

Bernd Schnitzlein hat seine Partie remis gegeben, Vanessa musste schließlich einsehen, dass sich ihr Gegner die Butter nicht mehr vom Brot nehmen lässt.

Endstand 5:3 für Hersfeld

Ein klarer deutlicher Sieg, der sogar noch höher hätte ausfallen können. Bernd Schnitzlein kann seine Stellung auch auf Gewinn spielen und wenn Vanessa nicht sinnlos den Springer eingestellt hätte.... Die Tatsache, dass sie derartig lange mit einem Minus-Springer Widerstand leisten konnte, ist ein deutliches Indiz dafür wie stark ihre Druckstellung war.

Fairerweise muß man aber auch anmerken: Wir sind gegenüber Alsfeld nicht derartig überlegen. Es war einfach einer von den Tagen, wo alles glatt läuft. Oder aus Alsfelder Sicht. Ein Schwarzer Sonntag - Du kannst machen was du willst, es geht schief.


 


Samstag, 21. Mai 2022

Unsere Mädels in Berlin Teil 2

 Nachdem unsere Mädels in der 2. Runde ihren ersten Mannschaftspunkt geschafft haben, wird in der 3. Runde der zweite Mannschaftspunkt nur knapp verfehlt. 1,5:2,5 Niederlage. Charly Fizer holt das remis, Michelle Heß steuert den ganzen Punkt bei

In der 4. Runde werden wir auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. 0,5:3,5 Niederlage. Den Halben Ehrenpunkt holt Michelle Heß.

Nach Insiderberichten versemmelt Ariadne ein klar gewonnenes Endspiel und im allgemeinen würden sie ja alle furchtbar schlecht spielen. Aber ich glaube da kasteien sich unsere Mädels selbst etwas zu stark. Wenn man frau sich mit Mannschaften die mehr als 250 DWZ Punkte stärker sind anlegt, sind derartige Ergebnisse gar nicht so schlecht.

In der heutigen Abschlußrunde verlieren wir nochmal mit 1:3. Richtig, wieder ist es Michelle Heß die den Ehrenpunkt holt.

In der Abschlußtabelle belegen wir mit 1 Mannschaftspunkt und 5 Brettpunkten den 6. Platz von 6 Mannschaften. 

Hervorzuheben natürlich die Leitung von Michelle Heß an Brett 4, die 3,5 Punkte aud 5 Runden erzielt


Donnerstag, 19. Mai 2022

Unsere Mädels in Berlin

 Unsere Mädels spielen grade in Berlin die deutschen Schulschachmeisterschaften. Die Gesamtschule Obersberg tritt in der Wettkampfklasse M (Mädchen) in der Aufstellung Rebeca Medina-Gonzalez, Ariadne Medina-Gonzalez, Chantal Fizer und Michelle Heß an.

Dieses Jahr treten nur 6 Mannschaften an, 2019 - das letzte Vor-Corona-Jahr - waren es noch 22 Mannschaften. 

Mit einem DWZ-Schnitt von 925 wären wir 2019 nach Setzliste aus dem Mittelfeld gestartet. 2022 starten wir von Startrang 6 mit fast 200 Punkten Abstand zu Startrang 5.

Viel Feind viel Ehr

In Runde 1 setzt es auch gleich eine 4:0 Niederlage. Nach Insiderberichten war die Niederlage verdient, aber nicht so deutlich wie das Ergebnis vermuten läßt. 

Michelle hat eine konkrete Mattdrohung, muß aber zuvor noch vielen Schachgeboten ausweichen. Dabei dann das falsche Ausweichmanöver und ihre Gegnerin gibt ein Familienschach, damit erledigt sich auch die konkrete Mattdrohung und Michelles Gewinnstellung fällt zusammen wie ein Kartenhaus...

Ariadne hat am zweiten Brett einige Bauern für Königsangriff geopfert. Gefühlsmäßig sollte da was gehen, aber irgendwie kommt der Angriff ins stocken, das Endspiel kommt immer näher... und mit den Minusbauern ist das Endspiel dann auch nicht zu halten.

Nachmittags in Runde 2 gibt es dann mit einem 2:2 den ersten Mannschaftspunkt. Ariande und Chantal halten ihre Partien remis, Michelle steuert einen Sieg bei.


Donnerstag, 12. Mai 2022

Mädchenschach: So spielt frau Schach

 Am 7 Mai fanden in Offenbach die hessischen Mädchenmannschaftsmeisterschaften statt.

Bevor ich aber über dieses Turnier berichte gehen wir gedanklich noch ein paar Wochen zurück...

Vom 26.bis 28. April fanden in Karben der Hessische Schulschachmannschaftswettbewerb statt. In der Wettkampfklasse G (= Grundschule) siegte die Wilhelm-Neuhaus-Schule. Herzlichen Glückwunsch ! Das waren die Jungs.

In der Wettkampfklasse M (= Mädchen) spielten 9 Mannschaften. Mit 5:0 Mannschaftspunkten und 17 Brettpunkten siegten unsere Mädels von der GS Obersberg. Nächste Woche fahren diese Mädels zur Deutschem Schulschachwettbewerb nach Berlin

Die Mädchen der Wilhelm-Neuhaus-Schule erreichten Platz 4 und sind damit beste Grundschulmannschaft.

Es tut sich also wieder was beim Hersfelder Grundschulnachwuchs... Nur leider finden Coronabedingt keine Schulschachrallye statt, da gibts keine persönlichen Kontakte.....



Nun aber zu den hessischen Mädchenmeisterschaften: Anfrage wer alles spielen will und .... viele Absagen. Die Mädels wollen schon spielen, aber hier eine Konfirmation, da andere wichtige private Termine... Mit den Medina-Gonzalez-Schwestern und Alana Prendel hab ich nur 3 Spielerinnen. Vom Schulschach leider keine Rückmeldungen. 

Dafür eine Anfrage vom SK Rotenburg: Sie haben 3 Spielerinnen und da Hersfeld ja immer sehr viele Spelerinnen hat stellt sich die Frage ob wir nicht ein Mädchen als Gastspielerin für Rotenburg spielen lassen können.

Nochmal Kontaktaufnahme mit Klaus Bechtel (Schulschachtrainer der WNS): Sieht nicht gut aus. 2 Mädchen hätten vielleicht Interesse, aber die haben eine Schulveranstaltung. Er fragt noch mal nach.

Am 4. Mai gibt es die beiden Zusagen. Gleichzeitig stellt sich Frau Prendel als Fahrerin zur Verfügung - bei 5 Mädels brauch ich ein zweites Auto..

Rotenburg hat zwischenzeitlich eine Gastspielerin aus Frankfurt bekommen.

So kurzfristig habe ich noch nie eine Mannschaft angemeldet. Und es ist noch knapper: Die beiden Schulschachmädchen (Thaomy Gelbert und Medina Amiri) müssen noch vor Turnierbeginn Vereinsmitglieder werden....

Frau Prendel fährt mit ihrer Tochter und den beiden "Neulingen" etwas früher ab, ich nehme die Gonzalez-Schwestern mit und zu Turnierbeginn um 10:00 Uhr lerne ich endlich zwei neue Mannschaftsmitglieder kennen.

Das Turnier beginnt für uns wie die Vorgeschichte: Ein etwas verhaltener Beginn. In der erste Runde erreichen wir nur ein 2:2. In der 2. Runde verlieren wir und in der 3. Runde holen wir gegen Bad Homburg unsere 0:4 ab (Bei Bad Homburg hat die schlechteste Spielerin eine DWZ 1500). Danach ist die Anfangsnervosität verflogen und die Ergebnisse werden immer besser. In den beiden Schlußrunden besiegen wir  Offenbach 1 mit 3:1 und Offenbach 2 mit 4:0.

In der Endabrechnung holt uns der etwas nervöse Beginn wieder ein: U16 Hessenmeister wird Offenbach 1 mit 8:6 Mannschaftspunkten und 16 Brettpunkte, wir werden "nur" U16 Vizemeister mit 8:6 Mannschaftspunkten und 16 Brettpunkte. Nein, kein Schreibfehler! wir haben bei gleichen Mannschafts- und Brettpunkten nur die etwas schlechter Sonneborn-Berger-Wertung.

Noch knapper geht nicht.

Also kein Pokal aber dafür ein schönes Turnier und 2 neue Vereinsmitglieder.



Mittwoch, 11. Mai 2022

Landesklasse: Niederlage gegen BSA

 Am Sonntag hatte unsere erste Mannschaft in der Landesklasse ihr Match gegen den SK Bad Sooden-Allendorf.

Es war schönes Wetter. Es war ein schöner Wettkampf. Es war ein schöner Tag. Aber es gab keine richtige Spannung, keine überraschenden Wendungen und keine unvergesslichen Highlights.

Wir konnten nur mit 6 Spielern antreten. Damit lagen wir schon zu Beginn mit 0:2 hinten - und diesen Rückstand am Brett aufzuholen ist schwer. Im höheren Sinne geht es nur darum zumindest in die Nähe eines 4:4 zu kommen.

Wolfgang Frank hatte diese Saison seine ersten Einsatz. Nach der langen Spielpause agierte er zunächst etwas unsicher und schwerfällig, erreichte dann aber einen sicheren Sieg. 

An Brett 2 und 7 konnten auch Jörk Günter und Jona Rössing volle Punkte holen. Beide haben gut gespielt und verdient gewonnen.

An Brett 5,6 und 8 haben Manfred Willich, Eckhard Krauße und Vanessa Krauße ihre Parten verloren. Alle drei haben nicht richtig schlecht gespielt, aber die Gegner spielten halt einen Ticken besser.

Endstand damit 5:3 für Bad Sooden Allendorf. Bei den gespielten Partien 3 Siege und 3 Niederlagen.

An allen Brettern wurde bis zum Ende voll gekämpft, keine Kurzremisen.. alles in Ordnung- und wenn da keine richtige Spannung aufkommen will, dann ist das eben so.

Vor der Heimfahrt sind dann Manfred Willich, Vanessa Krauße und meine Wenigkeit mit einigen unserer Gegner zum Stamm-Griechen der Bad Sooden Allendorfer gegangen. Etwas Klönen, für die Heimfahrt stärken....

Wie eingangs geschrieben; Es war ein schöner Tag.