Montag, 11. November 2019

Landesklasse Nord: SK Turm Bad Hersfeld - Fulda 2

Der 10.11.2019 war ein langer Schachsonntag. leider war er definitiv länger als erfolgreich.
Dabei fing es für unsere erste Mannschaft sehr gut an: Fynn Wolf bringt uns mit einem sauber herausgespieltem Sieg in Führung, etwas später bringt uns Paul Keßler mit einem Remis noch etwas näher an die magische 4-Punkte Grenze. 4-Punkte Grenze ?? Naja, Fulda 2 ist nominell die deutlich stärkere Mannschaft und kann in der Landesklasse um den Aufstieg mitspielen, während der SK Turm zwar nicht akut abstiegsgefährdet ist aber objektiv diese Saison zu den schwächeren Mannschaften gehört. Ein 4:4 wäre da schon ein gefühlter Sieg.
Leider muß Lennard Greb seine Partie verloren geben. Zwischenstand 1,5:1,5. Ich (Eckhard Krauße) bin mit deutlichem Vorteil aus der Eröffnung gekommen und auch Jona Rößing hat sich eine Stellung erarbeitet, die man guten Gewissens als ausichtsreich bezeichnen kann. An den anderen 3 Brettern sieht noch alles sehr offen und ausgeglichen aus - also sollten doch Hoffnungen Realität werden ?!.
Leider ist das Leben auch am Schachbrett kein Ponyhof: Ich übersehe ein gegnerisches Läufermanöver, was mich einen großen Teil meines Vorteils kostet. Wenn ich da richtig reagiert hätte, hätte ich immer noch einen kleinen aber soliden Vorteil behalten können.. Hätte !! Stattdessen will ich die Kraft dieses Läuferzuges nicht wahrhaben, versuche mit gekünstelten Zügen, mit aller Gewalt und Trotzigkeit den vollen Vorteil zu behalten - und finde mich 3 Züge später in einer hoffnungslos verlorenen Stellungsruine wieder.
Währenddessen konnte sich Jörk Günther deutliche Vorteile erspielen und wenig später die Früchte seine Arbeit ernten.
Neuer Zwischenstand 2,5:2,5. Aber schön sieht es nicht mehr aus: Jona Rößing konnte nichts greifbares rausholen und befindet sich in einem Damenendspiel. Dieses sollte nach realistischer Einschätzung früher oder später im Dauerschach enden. Bernd Wildner und Manfred Willich stehen beide unter Druck. Wenn es gut läuft, halten sie die Stellung zusammen und können sich irgendwie ins remis flüchten...
Inzwischen zeigt die Uhr 19:00 - 5 Stunden Spielzeit haben wir bereits erreicht - und Jonas Gegner bietet den Damentausch an. Wie wäre das Bauernendspiel zu bewerten? Jona ist überzeugt, dass er im Bauernendspiel besser steht und vielleicht sogar einen nicht mehr erwartbaren vollen Punkt einfahren kann. Ende gut- alles gut. Schön wärs gewesen, aber Jonas Stellungseinschätzung war fehlerhaft: Er steht im Bauernendspiel auf Verlust. 1:0 für Fulda. Neuer Zwischenstand 3,5:2,5 für Fulda. Von Mannschaftspunkten können wir jetzt nicht mal mehr träumen, aber zwei Hersfelder Spieler versuchen noch dem Druck standzuhalten. Bernd Wildner opfert einen Bauern um ein paar Figuren zu tauschen und den Druck zu reduzieren. Manfred Willich steckt eine ganze Figur ins Geschäft, bekommt dafür aber zwei Freibauern und dem Gegner verbleibt neben 2 Leichtfiguren nur noch ein einziger Randbauer. Die Idee: Mit dem Freibauern eine der gegnerischen Leichtfiguren zu binden und dann entweder den letzten gegnerischen Bauern kassieren oder eine Stellungswiederholung erzwingen. In beiden Fällen wäre das Remis erreicht,
Um 20:15 endet dann Bernds Partie: Bernd konnte sich in ein Turmendspiel retten. Aber entgegen landläufiger Meinung, sind nicht alle Turmendspiele remis: Dieses war für Bernd verloren.
Zwei Minuten später musste auch Manfred kapitulieren. Keiner seiner Remisideen lies sich verwirklichen und der letzte verbliebende Bauer entschied den Tag für Fulda
Endstand: 5,5:2,5 für Fulda

Wir haben einen guten Kampf mit viel Gegenwehr geliefert, aber letztlich hat Fulda völlig verdient gewonnen. Es ist etwas bitter, dass Eckhard Krauße und Jona Rößing beide verloren haben. Aber selbst wenn ich den deutlichen Eröffnungsvorteil gehalten hätte, wäre das nicht zwangsläufig mit einem Sieg belohnt worden: Da gäbe es noch viele Fallstricke und Feinheiten zu beachten, bevor es möglicherweise ein voller Punkt geworden wäre. Auch wenn Jona die Damen nicht getauscht hätte: Nicht alle Damenendspiel enden sofort und zwangsläufig im Dauerschach. Sein Gegner hatte deutlich mehr Erfahrung und hätte alles versucht ein Dauerschach zu unterbinden. Jona hätte "nur" die Möglichkeit gehabt sich ein Dauerschach zu erarbeiten. Vielleicht hat Caissa es an diesem Sonntag nicht gut mit uns gemeint und ein 3:5 oder gar 3,5:4,5 wäre "gerechter" gewesen, aber von den Mannschaftspunkten waren wir weit weg.

Sonntag, 3. November 2019

Bezirksoberliga: Auswärtsspiel gegen Lauterbach

Wir hatten heute vor, nach Lauterbach zu fahren um uns mit deren 2. Mannschaft zu messen.

Schade, dass einige unserer straken Spieler nicht konnten, da wir bei Nennaufstellung eine echte Chance gehabt hätten.

Schade auch, dass einige Spieler viel zu spät am Abfahrtsort erschienen.

Schade, dass einer gar nicht erschien.

Dann nach dem folgenden Stau, da wir über die Autobahn versuchten, noch einige Verspätung wieder wett zu machen, kam das zweite Auto mit 5 Spielern eine ganze Stunden zu spät an, natürlich liefen die Uhren längst. Ein Brett blieb unbesetzt, und wir holten insgesamt nur 1,5 Punkte, Remis am Brett 1 (Schnitzlein) und Sieg am Brett 6 (Landsidel).

Mehr gibt es nicht zu sagen.

Sonntag, 27. Oktober 2019

Mannschaftskampf Ehrenberg 2 gegen Hersfeld 3


Diese Begegnung war erfolgsversprechend, da zwar am ersten Brett Edgar Winterling mit DWZ 1674 lauerte, es dann aber mit Carla Faulstich mit DWZ 902 weiterging und der Rest der gegnerischen Mannschaft kein Rating besaß. Unsere Mannschaft war zwar jünger, hatte aber durchgehend um die 1000 DWZ, - es sah also erfolgversprechend aus...

Und so gewann auch Julia Vöcking am Brett 5 mit einem Matt nach 12 Zügen. Ihr Gegner spielte auf e4 Sf6 und Julia packte die Jagdvariante aus, wobei es wohl nicht zur Theorie gehört, dass die Jagd auf den Springer erfolgreich verläuft! Als dann Schwarz auch noch nach dem Tausch des schwarzen Läufers trotzdem g6 spielte, gelang es Julia auf f6 ihren Läufer zu pflanzen und über h6 mit der Dame einzudringen und - aus! 1:0 für Hersfeld!

Leider verlor dann kurze Zeit später Ariadne Gonzalez gegen Edgar, aber das war bei der Spielstärkedifferenz ja auch so gut wie sicher.

Bei den anderen Dreien sah es zwischenzeitlich recht gut aus, leider jedoch stellte Rebeca Gonzalez  dann eine Leichtfigur ein und verlor zum Schluss dann auch die Partie.

Philipp Seilius hatte sich ein Loch in seine Rochadeburg sprengen lassen und wurde ebenfalls das Opfer des nachfolgenden Angriffs, während es bei Lukas Kempf zeitweise recht gut aussah, da er sogar eine Qualität mehr hatte. Leider nahm er dann bei einem Abtausch mit dem h- statt mit dem f-Bauern, was zu einer gefährlichen Schwäche seines Königs führte, welche in der Folge durch den Gegner ausgenutzt wurde und zu einem unabwendbaren Mattangriff führte.

So verloren wir leider 4:1 gegen Ehrenberg 2.

Landesklasse: 2. Runde gegen Caissa Kassel

Gegen Caissa Kassel haben wir heute mit 2,5:5,5 unsere erste Niederlage der Saison kassiert. Der Grund dafür ist einfach und simpel: Wir haben zwar an allen Brettern recht gutes Schach geboten, aber die unsere Kasseler Gastgeber waren alles in allem schlichtweg ein Stück besser.
Zunächst sah alles noch ganz gut aus. Lennart Greb holt sich an Brett 7 ein remis, dann verlor Jona Rössing in einer scharfen Sizilianischpartie zuerst die Übersicht und dann die Partie. Dies wurde  schnell durch enenn Sieg von Manfred Willich zum 1,5:1,5 Zwischenstand wieder ausgeglichen.
Bis zur Zeitkontrolle gab es dann keine weiteren Ergebnisse, aber direkt nach der Zeitkontrolle verloren Eckhard Krauße und Jörk Günther ihre Partien. (Ich hatte im 25 Zug eine Qualität verloren und versuchte auf gegnerische Zeitknappheit ein paar Schummelchancen zu generieren, wie es bei Jörk zu Ende ging hab ich da gar nicht mitbekommen).
Dann konnte Fynn Wolf seine Partie gewinnen und uns nochmal auf ein Zwischenstand von 2,5:3,5 heranbringen, aber Paul Keßler konnte seine Partie gegen den Spitzenspieler Markus Hahn nicht halten, womit die Mannschaftsniederlage feststand. Manfred Willich wehrte sich noch lange im Damenendspiel mit Minusbauer, aber letztlich fand der gegenerische König doch ein sicheres Plätzchen und der gegnerische Mehrbauer entschied zum Endstand von 2,5:5,5 für Caissa Kassel.

Alle Einzelergebnisse im Portal64

Sonntag, 13. Oktober 2019

Bezirksoberliga 2. Runde: Heimspiel unserer 2. Mannschaft gegen Rotenburgs 1.


Heute begrüßten wir die Rotenburger als klaren Favoriten uns gegenüber und unser Ziel bestand darin, nicht wieder einfach von den Brettern gefegt zu werden. Tatsächlich endete die erste Partie an Brett 8 für uns mit einem Sieg durch Lukas Kempf, der sich in der 2. Mannschaft als Ersatzspieler schon letzte Saison einen Namen machte!
Ich (Michael Vöcking) spielte gegen Ron Bleeker und legte aufgrund dessen höherer Spielstärke die Partie so an, dass sich alle Schwerfiguren tauschten und ich aufgrund meiner sogar etwas besseren Bauernstruktur nebst fehlender Möglichkeiten für ihn, seine Leichtfiguren ins Spiel zu bringen, ein Remisangebot mit Aussicht auf Erfolg machen konnte, was er auch annahm, womit es 1,5:0,5 für Hersfeld stand! Leider verlor dann Semen Bauer an Brett 5 gegen Vocic Ognjen, Valentin Bauer remisierte an Brett 7 gegen Wilfried Erbskorn (was für Valentin eine tolle Leistung darstellte!) und Peter Ernst verlor gegen Udo Schaffer. Somit stand es 2:3 zum Nachteil Hersfelds und es spielten noch Brett 1,2 und 6. 

An diesen Brettern war es lange Zeit ausgeglichen, jedoch hatte Günter Lieder in einem Damenendspiel dann zwei Mehrbauern, einer davon ein Freibauer, spielte aber gegen Ewald Larem und somit gegen den stärksten Brocken aus Rotenburg. Bei dem Versuch, seinen Freibauern weiter vorzustoßen schaffte dieser es dann in einem günstigen Moment, wo dessen König keine Felder mehr hatte und seine Bauern nicht ziehen konnten, seine Dame direkt vor die Nase von Günters König zu stellen, sodass dieser schlagen musste nebst Patt! So stand es 2,5:3,5, zwei Partien liefen noch, an Brett 1 sah es etwas schlechter aus für Bernd, an Brett 6 sah es ebenfalls etwas schlechter aus für Martin…

Dann übersah nach dem Tausch seiner Dame gegen beide Türme Boris Oliferenko ein Schach durch Martin Landsiedels Turm, - er konnte nur seine Dame dazwischen stellen und gab dann auch auf. 3,5:3,5!
Leider neigte sich die Waagschale an Brett 1 immer weiter zuungunsten Bernds, der sonst selbst gegen Godzilla für gewöhnlich Remis halten konnte, nun aber den gegnerischen Bauerndurchbruch nicht mehr abwehren konnte und  somit aufgeben musste.

Eine 3,5:4,5 Niederlage gegen einen klar stärkeren Gegner, der eine Gewinnwahrscheinlichkeit von 5,3 Punkten in dieser Begegnung hatte! 

Bezirksliga: Kampflose Niederlage gegen Schenklengsfeld

Die auf Bitten Schenklengsfelds auf heute verschobene Begegnung in der Bezirksliga ging heute leider mangels Spielern für uns verloren.

Montag, 7. Oktober 2019

Cup der deutschen Einheit in Wernigerode: Endstand


Leider geht auch das schönste Turnier mal zu Ende, und unterm Strich war es eine wirklich großartige Veranstaltung! Die Kinder haben sich in der Gruppe 12 gut geschlagen, keiner ist auf dem letzten Platz gelandet! Dass Dagmar bei den 12ern das Hersfelder  Feld anführen würde, hätte sie selber nicht gedacht, aber sie lag mit 4,5 Punkten sogar noch einen Platz vor Julia, obwohl sie gegen diese verlor.  Julia folgte dann direkt mit 4 Punkten auf Platz 5, Michelle Heß landete mit 3,5 Punkten auf einem sehr guten Platz 11, Andreas Kempf dann mit 2,5 Punkten auf Platz 14, direkt gefolgt von Angelina Doncev, die ebenfalls 2,5 Punkte erstritt, und schließlich Chantal („Charly“) Fitzer, immerhin mit 2  Punkten auf Platz 18.

Die vierten Plätze aller Gruppen

Die Gruppen 10 und 11 spielten mangels Teilnehmer zusammen, sodass sich Lukas, der in der Gruppe 11 gemeldet war, vor allem mit 10ern (ü 1100 DWZ) rumschlagen musste. Leider ging es ihm so wie Laura vor zwei Jahren, er bekam ordentlich auf die Nuss! Dennoch spielte er eine Runde nach der anderen konzentriert und (zumindest äußerlich) ausgeglichen weiter, bis er in der letzten Runde dann sauber punktete!
Die fünften Plätze aller Gruppen
Zu meinen „Leistungen“ kann ich lediglich sagen, dass mir ebenfalls erst in der letzten Runde in der Gruppe 7 (den 1400ern) mein zweiter Punkt gelang. Habe nach Durchsicht meiner Partien (unter Zuhilfenahme von Stockfish) nicht festgestellt, mir mehr Schrott als sonst zusammengespielt zu haben, aber meine Gegner geizten leider mit Fehlern, jedenfalls im Vergleich zu den Vorjahren.  Mit Arno Busch, aus dem SF-Hamburg, durfte ich zum Schluss mal wieder die Rote Laterne ausspielen und wie damals beim DASM-Finale in Wiesbaden, als es ähnlich schlecht aussah und wir uns um den zweiten Punkt schlugen, gewann ich zum Glück wieder.


Für die Kinder im Wesentlichen bisher nur mit Schulschacherfahrung war dieses Open mal eine ganz andere Erfahrung, insbesondere die Möglichkeit, gegen Erwachsene (ähnlicher Spielstärke!) spielen zu können und natürlich die Atmosphäre dieses Turnieres, welches es mittlerweile seit 10 Jahren gibt. Jetzt sollte man natürlich in den nächsten Wochen freitags mit seinen Partiemitschriften bewaffnet auch zu Eckhard gehen…

Ich hoffe sehr, dass möglichst viele nächstes Jahr wieder mit dabei sind, vielleicht können wir das Hersfelder Feld (zumindest quantitativ…) sogar noch stärker werden lassen.  Aus dem Bezirk spielten zudem noch Horst und Andreas Miltner (Hünfeld) mit und unser Bezirksschriftführer Jens Trabert (Schenklengsfeld).

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