Dienstag, 12. November 2019

Bezikrsliga: 3. Mannschaft gegen den SC Rotenburg 2

Volles Haus am Sonntag, den 10.11.2019 im Schützenhaus, Am Jägersgraben in Bad Hersfeld. Wir spielten dort zeitgleich mit der 1. Mannschaft.

An einen Sieg war aufgrund der Stärke unseres Gegners nicht zu denken. Dennoch hoffte ich (Andreas Kempf, Mannschaftsführer), 2 Punkte gewinnen zu können. Lukas Kempf und Philipp Seilius, mit änhnlicher DWZ wie ihre Gegner, hatten eine echte Chance. Leider verloren beide.

Brett 1 und 2 schienen zunächst eine klare Sache für Rotenburg. Ariadne (Brett 1) und Rebeca Medina Gonzales (Brett 2) leisteten jedoch beeindruckend großen Widerstand. Letztendlich gingen auch diese beiden Punkte an Rotenburg. Sie waren aber hart erkämpft.

Rebeca war sogar auf der Siegerstraße, da sie im Endspiel bei gleicher Bauernzahl einen Turm gegen einen Läufer hatte. A und h- Bauern waren auf dem Weg zur Umwandlung, was mit h8 -> Dame auch gelang. Ihr Gegner setzte mit Lc3 Schach und hatte ebenfalls die Chance auf Umwandlung eines Bauern. Hier hätte Rebeaca die neue Dame für den Lc3 opfern müssen, dafür stand nun aber Bauer a7 ungefährdet für eine erneute Umwandlung bereit. Der Sieg wäre ihr nicht mehr zu nehmen gewesen.

An Brett 5 spielte als Ersatzspielerin erstmals Gulistan Ahmed. Auch sie verlor, machte ihre Sache aber ordentlich. Sie ist erst ganz am Anfang, das Tempo ihrer Entwicklung lässt für die Zukunft hoffen.

Das Ergebnis 0:5 ist zwar deutlich, zu veschenken hatten wir aber trotzdem nichts.

Montag, 11. November 2019

Landesklasse Nord: SK Turm Bad Hersfeld - Fulda 2

Der 10.11.2019 war ein langer Schachsonntag. leider war er definitiv länger als erfolgreich.
Dabei fing es für unsere erste Mannschaft sehr gut an: Fynn Wolf bringt uns mit einem sauber herausgespieltem Sieg in Führung, etwas später bringt uns Paul Keßler mit einem Remis noch etwas näher an die magische 4-Punkte Grenze. 4-Punkte Grenze ?? Naja, Fulda 2 ist nominell die deutlich stärkere Mannschaft und kann in der Landesklasse um den Aufstieg mitspielen, während der SK Turm zwar nicht akut abstiegsgefährdet ist aber objektiv diese Saison zu den schwächeren Mannschaften gehört. Ein 4:4 wäre da schon ein gefühlter Sieg.
Leider muß Lennard Greb seine Partie verloren geben. Zwischenstand 1,5:1,5. Ich (Eckhard Krauße) bin mit deutlichem Vorteil aus der Eröffnung gekommen und auch Jona Rößing hat sich eine Stellung erarbeitet, die man guten Gewissens als ausichtsreich bezeichnen kann. An den anderen 3 Brettern sieht noch alles sehr offen und ausgeglichen aus - also sollten doch Hoffnungen Realität werden ?!.
Leider ist das Leben auch am Schachbrett kein Ponyhof: Ich übersehe ein gegnerisches Läufermanöver, was mich einen großen Teil meines Vorteils kostet. Wenn ich da richtig reagiert hätte, hätte ich immer noch einen kleinen aber soliden Vorteil behalten können.. Hätte !! Stattdessen will ich die Kraft dieses Läuferzuges nicht wahrhaben, versuche mit gekünstelten Zügen, mit aller Gewalt und Trotzigkeit den vollen Vorteil zu behalten - und finde mich 3 Züge später in einer hoffnungslos verlorenen Stellungsruine wieder.
Währenddessen konnte sich Jörk Günther deutliche Vorteile erspielen und wenig später die Früchte seine Arbeit ernten.
Neuer Zwischenstand 2,5:2,5. Aber schön sieht es nicht mehr aus: Jona Rößing konnte nichts greifbares rausholen und befindet sich in einem Damenendspiel. Dieses sollte nach realistischer Einschätzung früher oder später im Dauerschach enden. Bernd Wildner und Manfred Willich stehen beide unter Druck. Wenn es gut läuft, halten sie die Stellung zusammen und können sich irgendwie ins remis flüchten...
Inzwischen zeigt die Uhr 19:00 - 5 Stunden Spielzeit haben wir bereits erreicht - und Jonas Gegner bietet den Damentausch an. Wie wäre das Bauernendspiel zu bewerten? Jona ist überzeugt, dass er im Bauernendspiel besser steht und vielleicht sogar einen nicht mehr erwartbaren vollen Punkt einfahren kann. Ende gut- alles gut. Schön wärs gewesen, aber Jonas Stellungseinschätzung war fehlerhaft: Er steht im Bauernendspiel auf Verlust. 1:0 für Fulda. Neuer Zwischenstand 3,5:2,5 für Fulda. Von Mannschaftspunkten können wir jetzt nicht mal mehr träumen, aber zwei Hersfelder Spieler versuchen noch dem Druck standzuhalten. Bernd Wildner opfert einen Bauern um ein paar Figuren zu tauschen und den Druck zu reduzieren. Manfred Willich steckt eine ganze Figur ins Geschäft, bekommt dafür aber zwei Freibauern und dem Gegner verbleibt neben 2 Leichtfiguren nur noch ein einziger Randbauer. Die Idee: Mit dem Freibauern eine der gegnerischen Leichtfiguren zu binden und dann entweder den letzten gegnerischen Bauern kassieren oder eine Stellungswiederholung erzwingen. In beiden Fällen wäre das Remis erreicht,
Um 20:15 endet dann Bernds Partie: Bernd konnte sich in ein Turmendspiel retten. Aber entgegen landläufiger Meinung, sind nicht alle Turmendspiele remis: Dieses war für Bernd verloren.
Zwei Minuten später musste auch Manfred kapitulieren. Keiner seiner Remisideen lies sich verwirklichen und der letzte verbliebende Bauer entschied den Tag für Fulda
Endstand: 5,5:2,5 für Fulda

Wir haben einen guten Kampf mit viel Gegenwehr geliefert, aber letztlich hat Fulda völlig verdient gewonnen. Es ist etwas bitter, dass Eckhard Krauße und Jona Rößing beide verloren haben. Aber selbst wenn ich den deutlichen Eröffnungsvorteil gehalten hätte, wäre das nicht zwangsläufig mit einem Sieg belohnt worden: Da gäbe es noch viele Fallstricke und Feinheiten zu beachten, bevor es möglicherweise ein voller Punkt geworden wäre. Auch wenn Jona die Damen nicht getauscht hätte: Nicht alle Damenendspiel enden sofort und zwangsläufig im Dauerschach. Sein Gegner hatte deutlich mehr Erfahrung und hätte alles versucht ein Dauerschach zu unterbinden. Jona hätte "nur" die Möglichkeit gehabt sich ein Dauerschach zu erarbeiten. Vielleicht hat Caissa es an diesem Sonntag nicht gut mit uns gemeint und ein 3:5 oder gar 3,5:4,5 wäre "gerechter" gewesen, aber von den Mannschaftspunkten waren wir weit weg.

Sonntag, 3. November 2019

Bezirksoberliga: Auswärtsspiel gegen Lauterbach

Wir hatten heute vor, nach Lauterbach zu fahren um uns mit deren 2. Mannschaft zu messen.

Schade, dass einige unserer straken Spieler nicht konnten, da wir bei Nennaufstellung eine echte Chance gehabt hätten.

Schade auch, dass einige Spieler viel zu spät am Abfahrtsort erschienen.

Schade, dass einer gar nicht erschien.

Dann nach dem folgenden Stau, da wir über die Autobahn versuchten, noch einige Verspätung wieder wett zu machen, kam das zweite Auto mit 5 Spielern eine ganze Stunden zu spät an, natürlich liefen die Uhren längst. Ein Brett blieb unbesetzt, und wir holten insgesamt nur 1,5 Punkte, Remis am Brett 1 (Schnitzlein) und Sieg am Brett 6 (Landsidel).

Mehr gibt es nicht zu sagen.

Sonntag, 27. Oktober 2019

Mannschaftskampf Ehrenberg 2 gegen Hersfeld 3


Diese Begegnung war erfolgsversprechend, da zwar am ersten Brett Edgar Winterling mit DWZ 1674 lauerte, es dann aber mit Carla Faulstich mit DWZ 902 weiterging und der Rest der gegnerischen Mannschaft kein Rating besaß. Unsere Mannschaft war zwar jünger, hatte aber durchgehend um die 1000 DWZ, - es sah also erfolgversprechend aus...

Und so gewann auch Julia Vöcking am Brett 5 mit einem Matt nach 12 Zügen. Ihr Gegner spielte auf e4 Sf6 und Julia packte die Jagdvariante aus, wobei es wohl nicht zur Theorie gehört, dass die Jagd auf den Springer erfolgreich verläuft! Als dann Schwarz auch noch nach dem Tausch des schwarzen Läufers trotzdem g6 spielte, gelang es Julia auf f6 ihren Läufer zu pflanzen und über h6 mit der Dame einzudringen und - aus! 1:0 für Hersfeld!

Leider verlor dann kurze Zeit später Ariadne Gonzalez gegen Edgar, aber das war bei der Spielstärkedifferenz ja auch so gut wie sicher.

Bei den anderen Dreien sah es zwischenzeitlich recht gut aus, leider jedoch stellte Rebeca Gonzalez  dann eine Leichtfigur ein und verlor zum Schluss dann auch die Partie.

Philipp Seilius hatte sich ein Loch in seine Rochadeburg sprengen lassen und wurde ebenfalls das Opfer des nachfolgenden Angriffs, während es bei Lukas Kempf zeitweise recht gut aussah, da er sogar eine Qualität mehr hatte. Leider nahm er dann bei einem Abtausch mit dem h- statt mit dem f-Bauern, was zu einer gefährlichen Schwäche seines Königs führte, welche in der Folge durch den Gegner ausgenutzt wurde und zu einem unabwendbaren Mattangriff führte.

So verloren wir leider 4:1 gegen Ehrenberg 2.

Landesklasse: 2. Runde gegen Caissa Kassel

Gegen Caissa Kassel haben wir heute mit 2,5:5,5 unsere erste Niederlage der Saison kassiert. Der Grund dafür ist einfach und simpel: Wir haben zwar an allen Brettern recht gutes Schach geboten, aber die unsere Kasseler Gastgeber waren alles in allem schlichtweg ein Stück besser.
Zunächst sah alles noch ganz gut aus. Lennart Greb holt sich an Brett 7 ein remis, dann verlor Jona Rössing in einer scharfen Sizilianischpartie zuerst die Übersicht und dann die Partie. Dies wurde  schnell durch enenn Sieg von Manfred Willich zum 1,5:1,5 Zwischenstand wieder ausgeglichen.
Bis zur Zeitkontrolle gab es dann keine weiteren Ergebnisse, aber direkt nach der Zeitkontrolle verloren Eckhard Krauße und Jörk Günther ihre Partien. (Ich hatte im 25 Zug eine Qualität verloren und versuchte auf gegnerische Zeitknappheit ein paar Schummelchancen zu generieren, wie es bei Jörk zu Ende ging hab ich da gar nicht mitbekommen).
Dann konnte Fynn Wolf seine Partie gewinnen und uns nochmal auf ein Zwischenstand von 2,5:3,5 heranbringen, aber Paul Keßler konnte seine Partie gegen den Spitzenspieler Markus Hahn nicht halten, womit die Mannschaftsniederlage feststand. Manfred Willich wehrte sich noch lange im Damenendspiel mit Minusbauer, aber letztlich fand der gegenerische König doch ein sicheres Plätzchen und der gegnerische Mehrbauer entschied zum Endstand von 2,5:5,5 für Caissa Kassel.

Alle Einzelergebnisse im Portal64

Sonntag, 13. Oktober 2019

Bezirksoberliga 2. Runde: Heimspiel unserer 2. Mannschaft gegen Rotenburgs 1.


Heute begrüßten wir die Rotenburger als klaren Favoriten uns gegenüber und unser Ziel bestand darin, nicht wieder einfach von den Brettern gefegt zu werden. Tatsächlich endete die erste Partie an Brett 8 für uns mit einem Sieg durch Lukas Kempf, der sich in der 2. Mannschaft als Ersatzspieler schon letzte Saison einen Namen machte!
Ich (Michael Vöcking) spielte gegen Ron Bleeker und legte aufgrund dessen höherer Spielstärke die Partie so an, dass sich alle Schwerfiguren tauschten und ich aufgrund meiner sogar etwas besseren Bauernstruktur nebst fehlender Möglichkeiten für ihn, seine Leichtfiguren ins Spiel zu bringen, ein Remisangebot mit Aussicht auf Erfolg machen konnte, was er auch annahm, womit es 1,5:0,5 für Hersfeld stand! Leider verlor dann Semen Bauer an Brett 5 gegen Vocic Ognjen, Valentin Bauer remisierte an Brett 7 gegen Wilfried Erbskorn (was für Valentin eine tolle Leistung darstellte!) und Peter Ernst verlor gegen Udo Schaffer. Somit stand es 2:3 zum Nachteil Hersfelds und es spielten noch Brett 1,2 und 6. 

An diesen Brettern war es lange Zeit ausgeglichen, jedoch hatte Günter Lieder in einem Damenendspiel dann zwei Mehrbauern, einer davon ein Freibauer, spielte aber gegen Ewald Larem und somit gegen den stärksten Brocken aus Rotenburg. Bei dem Versuch, seinen Freibauern weiter vorzustoßen schaffte dieser es dann in einem günstigen Moment, wo dessen König keine Felder mehr hatte und seine Bauern nicht ziehen konnten, seine Dame direkt vor die Nase von Günters König zu stellen, sodass dieser schlagen musste nebst Patt! So stand es 2,5:3,5, zwei Partien liefen noch, an Brett 1 sah es etwas schlechter aus für Bernd, an Brett 6 sah es ebenfalls etwas schlechter aus für Martin…

Dann übersah nach dem Tausch seiner Dame gegen beide Türme Boris Oliferenko ein Schach durch Martin Landsiedels Turm, - er konnte nur seine Dame dazwischen stellen und gab dann auch auf. 3,5:3,5!
Leider neigte sich die Waagschale an Brett 1 immer weiter zuungunsten Bernds, der sonst selbst gegen Godzilla für gewöhnlich Remis halten konnte, nun aber den gegnerischen Bauerndurchbruch nicht mehr abwehren konnte und  somit aufgeben musste.

Eine 3,5:4,5 Niederlage gegen einen klar stärkeren Gegner, der eine Gewinnwahrscheinlichkeit von 5,3 Punkten in dieser Begegnung hatte! 

Bezirksliga: Kampflose Niederlage gegen Schenklengsfeld

Die auf Bitten Schenklengsfelds auf heute verschobene Begegnung in der Bezirksliga ging heute leider mangels Spielern für uns verloren.

Montag, 7. Oktober 2019

Cup der deutschen Einheit in Wernigerode: Endstand


Leider geht auch das schönste Turnier mal zu Ende, und unterm Strich war es eine wirklich großartige Veranstaltung! Die Kinder haben sich in der Gruppe 12 gut geschlagen, keiner ist auf dem letzten Platz gelandet! Dass Dagmar bei den 12ern das Hersfelder  Feld anführen würde, hätte sie selber nicht gedacht, aber sie lag mit 4,5 Punkten sogar noch einen Platz vor Julia, obwohl sie gegen diese verlor.  Julia folgte dann direkt mit 4 Punkten auf Platz 5, Michelle Heß landete mit 3,5 Punkten auf einem sehr guten Platz 11, Andreas Kempf dann mit 2,5 Punkten auf Platz 14, direkt gefolgt von Angelina Doncev, die ebenfalls 2,5 Punkte erstritt, und schließlich Chantal („Charly“) Fitzer, immerhin mit 2  Punkten auf Platz 18.

Die vierten Plätze aller Gruppen

Die Gruppen 10 und 11 spielten mangels Teilnehmer zusammen, sodass sich Lukas, der in der Gruppe 11 gemeldet war, vor allem mit 10ern (ü 1100 DWZ) rumschlagen musste. Leider ging es ihm so wie Laura vor zwei Jahren, er bekam ordentlich auf die Nuss! Dennoch spielte er eine Runde nach der anderen konzentriert und (zumindest äußerlich) ausgeglichen weiter, bis er in der letzten Runde dann sauber punktete!
Die fünften Plätze aller Gruppen
Zu meinen „Leistungen“ kann ich lediglich sagen, dass mir ebenfalls erst in der letzten Runde in der Gruppe 7 (den 1400ern) mein zweiter Punkt gelang. Habe nach Durchsicht meiner Partien (unter Zuhilfenahme von Stockfish) nicht festgestellt, mir mehr Schrott als sonst zusammengespielt zu haben, aber meine Gegner geizten leider mit Fehlern, jedenfalls im Vergleich zu den Vorjahren.  Mit Arno Busch, aus dem SF-Hamburg, durfte ich zum Schluss mal wieder die Rote Laterne ausspielen und wie damals beim DASM-Finale in Wiesbaden, als es ähnlich schlecht aussah und wir uns um den zweiten Punkt schlugen, gewann ich zum Glück wieder.


Für die Kinder im Wesentlichen bisher nur mit Schulschacherfahrung war dieses Open mal eine ganz andere Erfahrung, insbesondere die Möglichkeit, gegen Erwachsene (ähnlicher Spielstärke!) spielen zu können und natürlich die Atmosphäre dieses Turnieres, welches es mittlerweile seit 10 Jahren gibt. Jetzt sollte man natürlich in den nächsten Wochen freitags mit seinen Partiemitschriften bewaffnet auch zu Eckhard gehen…

Ich hoffe sehr, dass möglichst viele nächstes Jahr wieder mit dabei sind, vielleicht können wir das Hersfelder Feld (zumindest quantitativ…) sogar noch stärker werden lassen.  Aus dem Bezirk spielten zudem noch Horst und Andreas Miltner (Hünfeld) mit und unser Bezirksschriftführer Jens Trabert (Schenklengsfeld).

Link

Donnerstag, 3. Oktober 2019

Cup der deutschen Einheit in Wernigerode: Zwischenstand

Wir befinden uns aktuell mit sage und schreibe 9 teilnehmenden Spielern in Wernigerode auf dem siebenrundigen „Cup der deutschen Einheit“. Neben Spielern, die hier schon seit einigen Jahren mitmachen wie z.B. Laura und Julia Vöcking oder ich (Michael Vöcking), spielen nun vor allem ein ganzer Schwall des Hersfelder Nachwuchses ihr erstes Open, als da sind Angelina Doncev, Lukas Kempf, Chantal Fizer und Michelle Heß. Zudem spielen auch Andreas Kempf und Dagmar Mehnert-Vöcking erstmalig mit.


Insgesamt sieht es recht gut aus, nach vier Runden haben Julia und Michelle in der Wettkampfklasse 12 (unter 1000 DWZ) 3 aus 4 geholt! Chantal, Angelina und Dagmar haben immerhin 2 aus 4. Laura hat ebenfalls 2 aus 4, spielt jedoch zum ersten Mal in der Wettkampfgruppe 9 mit, da sie schon über 1200 DWZ besitzt. Andreas hat immerhin noch 1,5 Punkte, fängt aber erst dieses Jahr mit dem Wettkampfschach an. Sein Sohn Lukas ist zwar noch bisher punktelos, schlägt sich jedoch bereits in der Gruppe 11, da er als Schulschachkind, das erst dieses Jahr in unseren Verein eintrat, aus dem Stand die 1000 DWZ durchschlug!



Ich selber habe in der Wettkampfgruppe 7 bei den 1400ern ordentlich auf die Mütze bekommen, bisher nur 1 aus 4. Sollte es so weitergehen und ich später mal sage „Ich habe schon mal schlechter gespielt“, dann werde ich wohl von diesem Turnier hier sprechen...

Egal, die Stimmung ist bisher gut und 16,5 Punkte aus 36 Partien, das sind ja fast schon 50%!

Mal sehen, ob wir das noch gesteigert bekommen.

Dienstag, 24. September 2019

Auftakt in der Landesklasse Nord

Sonntag begann die neue Saison der Landesklasse. Unsere 1. Mannschaft hatte ein Heimspiel gegen den SK Bad Sooden-Allendorf. Ein etwa gleich starker Gegner. Es herrschte - wie nicht unüblich - eine freundschaftliche angenehme Atmosphäre, aber da beide Mannschaften nicht mit einer Null in die frische Saison starten wollten, galt dies nicht für die Geschehnisse auf den 64 Feldern: Hier wurde um jeden noch so kleinen Vorteil erbittert gekämpft.
Da unsere Gegner nur mit 7 Spielern anreisten, bekam Wolfgang Frank am 2. Brett einen kampflosen Punkt. Etwa 3 Stunden konnten wir diese Führung behalten, dann unterlief Bernd Schnitzlein ein kleiner Schnitzer, worauf er die Waffen strecken mußte.
Etwa eine halbe Stunde später brachte uns Manfred Willich durch eine Siegpartie wieder in Führung, aber Minuten später verlor Paul Keßler am Spitzenbrett - Zwischenstand 2:2
Zu diesem Zeitpunkt hätte ich mich auf keine Prognosen auf einen Endstand abgegeben. Auf allen 4 verbliebenen Brettern etwa ausgeglichene Stellungen, aber auch messerscharfe Stellungen... Zwischen 2:6 und 6:2 ist alles möglich.
10 Minuten vor der Zeitkontrolle ging es dann Schlag auf Schlag: Jörk Günther muß kapitulieren, Fynn Wolf verliert durch Zeitüberschreitung, Ich (Eckhard Krauße) gewinne meine Partie und Günter Lieder steuert ebenfalls einen Sieg zum 4:4 Endstand bei.

Alle Ergebnisse der 1. Runde im Portal64


Montag, 23. September 2019

U10 Mannschaftsmeisterschaften in Gernsheim


Das war wieder ein interessantes und vor allen Dingen spannendes und zufriedenstellendes Schachwochenende. Samstag die Hessische U10 Mannschaftsmeisterschaft in Gernsheim, gleich im Anschluß die Hessische U10 Blitzmannschaftsmeisterschaft und dann am Sonntag unseren ersten Ligakampf in der beginnenden Landesligasaison.

Beginnen wir den Bericht chronologisch mit der U10:
(Den Bericht der Landesklasse schreib ich morgen)

Wir haben nicht nur eine Mannschaft zusammenbekommen (was nicht so selbstverständlich ist, da viele Spieler erst in der Altersklasse U12 oder U14 dem Verein beitreten), wir haben auch eine recht gute Mannschaft:

Brett 1: Lukas Kempf - DWZ fast 1100 und damit nach Hessischer DWZ Rangliste Nr 14 in der U10
Brett 2: Julia Vöcking - amtierende Hessenmeisterin U10w - DWZ 880
Brett 3: Angelina Doncev - DWZ 851
Brett 4: Alana Prendel - noch keine DWZ

Sicherlich sind DWZ bei sehr jungen Spielern grundsätzlich nicht so besonders aussagefähig, aber wir müssen uns mit dieser Mannschaft bestimmt nicht verstecken.

Angereist waren 12 Mannschaften, an Platz 1 gesetzt Makabi Frankfurt mit 3 Spielern DWZ > 1300 und Brett 4 hat auch nur minimal weniger DWZ als unser Brett 1.... Um die Goldmedaille werden wir also nicht mitspielen.

Die erste Runde: Schlechte Leistung. Lukas ist offensichtlich viel zu nervös und verliert innerhalb 3 min seine Partie. Julia dominiert nach belieben ihren Gegner und verliert dann sang und klanglos ein Endspiel mit glattem Mehrturm. Angelina spielt ruhig, sicher und gewinnt ihre Partie, Alana spielt ebenfalls sehr lange und eigentlich auch nicht schlecht, aber grade im Endspiel ist ihr Gegner schachlich einfach noch etwas besser als sie.
1:3 Niederlage - aber wenn die beiden Spitzenbretter so einen Mist machen....
Zur Ehrenrettung sei aber auch gleich gesagt: Das war kindliche Nervösität und blieb die einzige schlechte Leistung des Tages!
In Runde 2 haben wir Makabi Wiesbaden als Gegner. Wiesbaden ist an Platz 2 gesetzt und DWZ-mäßig noch um einiges stärker als wir (keine Ahnung warum die in der ersten Runde verloren haben...), aber in Schlagweite. Nach spannenden Verlauf verlieren wir erneut 1:3. Unsere Mannschaft hat gut gespielt, aber man muß neidlos zugeben: Wiesbaden spielte etwas besser.
In Runde 3 bis 5 haben wir nicht nur gut gespielt, sondern auch 5 Mannschaftspunkte eingesammelt.
Nach Runde 5 gab es eine ungewöhnliche Tabellensituation: Makabi Frankfurt führt mit 10 Mannschaftspunkten, gefolgt von Oberursel mit 8 Manschaftspunkten, dahinter 7 oder 8 Mannschaften mit 5 Mannschaftspunkten, darunter Bad Hersfeld. Wir brauchen also "nur" noch 2 Siege in den beiden Schlußrunden und es könnte für Bronze reichen.
Dieser Schlußspurt  fängt mit einem klaren 3:1 Sieg in Runde 6 gut an - Und dann werden wir in der Schlußrunde gegen Makabi Frankfurt gelost. Trotz heftiger Gegenwehr läßt sich die 0:4 Niederlage nicht vermeiden was uns trotz 7:7 Mannschaftspunkten auf Platz 8 zurückwirft.

Beste Hersfelder Spielerin war mit 5 Punkten aus 7 Partien Angelina Doncev.

Beim anschließenden Blitzturnier nahmen 7 Mannschaften teil, wobei tendenziell die stärkeren Mannschaften mitspielten und die schwächeren auf eine Teilnahme verzichteten. (Tabellen oder Berichte wurden von der HSJ noch nicht veröffentlicht so dass ich alle Tabellenstände und Ergebnisse aus meinem Gedächtnis ziehen muß.) Wir erreichen wieder 50 % = 6 Mannschaftspunkte und hier schaffen wir gegen Makabi Frankfurt immerhin eine 1:3 Niederlage. Angelina holt diesen Ehrenpunkt und wird auch im Blitzturnier mit 4 aus 6 beste Hersfelderin.

Rein Zahlenmäßig (Punkte und Tabellenplätze) waren die HersfelderInnen also gar nicht ganz so gut, eher Durchschnitt. Aber Zahlen sind nicht alles: Die Partien waren gut. Bei den U10 Spielern sieht man immer wieder regelwidrige Züge, König im Schach stehen lassen etc. Bei den Hersfeldern ist das in 7 Runden = 28 Partien nur ein einziges Mal passiert. Außerdem spielen junge Spieler immer viel zu schnell - unter den 5 längsten Partien waren in jeder Runde 2 bis 3 Hersfelder.

Es hat richtig Spaß gemacht, diese Mannschaft zu betreuen!

Sonntag, 15. September 2019

Bezirksoberliga: Auftakt der 2. Mannschaft gegen Alsfeld 2

Heute hat die 2. Mannschaft die Saison in der 1. Runde eingeläutet, ein Heimspiel gegen Alsfeld 2. Da einige Stammspieler fehlten, hat uns die Jugend in Gestalt der Gonzalez-Zwillinge unterstützt, darüber hinaus Valentin Bauer und Martin Landsiedel. Gegen Alsfelds 2. hatten wir mit im Schnitt ca. 250 DWZ weniger jedoch kaum eine Chance, die rechnerische Gewinnerwartung lag bei 1,56 aus 8. Es wurden dennoch immerhin 2 Ehrenpunkte, Günther Lieder remisierte am 1. Brett gegen Michael Honstein, ich remisierte ebenfalls am Brett 2 gegen Friedrich Heinz und Fynn Wolf gelang sogar ein Sieg gegen seinen stärkeren Gegner Detlef Bruchschmidt. Alle anderen haben leider verloren aber wie gesagt war mit einer Niederlage in dieser Größenordnung gegen diesen Gegner zu rechnen. Es war dennoch sehr erfreulich, dass Ariadne und Rebeca Gonzalez kurzfristig als Ersatzspielerinnen zugesagt haben, sodass wir zumindest komplett antreten konnten.



Bad Hersfeld II



Alsfeld II











Name DWZ


Name DWZ
Ergebnis
Lieder, Günter 1650
-
Honstein, Michael 1573
½:½
Vöcking, Michael 1451
-
Heinz, Friedrich 1578
½:½
Ernst, Peter 1341
-
Schweisgut, Fritz 1588
0:1
Wolf, Fynn 1449
-
Bruchschmidt, Detlef 1582
1:0
Landsiedel, Martin 1551
-
Paschke, Gerd 1490
0:1
Bauer, Valentin 1279
-
Kneußel, Nils 1660
0:1
Medina Gonzalez, Ariadne 1065
-
Göring, Bernd 1633
0:1
Medina Gonzalez, Rebeca 946
-
Schweisgut, Jens 1596
0:1

Ergebnis: 2:6


Tabelle

Montag, 26. August 2019

Mitteldeutsche Vereinsmeisterschaft

Am Wochenende fanden in Oberbernhards die Mitteldeutschen Vereinsmeisterschaften statt. Wir konnten mit einer U14w-Mannschaft (Laura Vöcking, Lisa Landsiedel - Gastspielerin von der SVG Landeck Schenklengsfeld, Ariadne Medina Gonzalez und Rebecca Medina Gonzalez) starten.
Geplant war eigentlich nur, dass unsere Mädels bei starker Gegnerschaft wichtige Erfahrungen sammeln und ihre Spielstärke weiter verbessern. Durch (für Hersfeld) glückliche Umstände haben unsere Mädels die Qualifikation zur Deutschen Mannschaftsmeisterschaft erreicht!!
Der Reihe nach:
Startberechtigt sind die Meister von Hessen (VSG Offenbach), Rheinland-Pfalz (SV Multatuli Ingelheim), Thüringen und Saarland + 2 Freiplätze (SV Hofheim und SK Turm Bad Hersfeld).
Für diese 6 Mannschaften gibt es dieses Jahr 3 Qualifikationsplätze zur Deutschen
In den vorab veröffentlichten Informationen fehlten die Thüringische und Saarländische Mannschaft. Aber diese Listen sind selten aktuell. Das Saarland ist ein kleines Bundesland und hat kaum U14 Mädchen, die sich auch noch auf mehrere Vereine verteilen. Ein Saarländischer Verzicht ist daher nicht verwunderlich. Aber in Thüringen gibt es ein halbes Dutzend guter U14w-Mannschaften, so dass ich davon ausging, dass mindestens eine vermutlich aber zwei Thüringische Mannschaften nachmelden werden.
Direkt nach unserer Ankunft um 16 Uhr haben wir erfahren: Thüringen und Saarland reist tatsächlich nicht an. Es sind also die 4 oben aufgeführten Vereine, die sich um 3 Qualifikationsplätze duellieren. Außerdem wird Hofheim nur mit 3 Spielerinnen antreten können, da eine Spielerinnen schon seit mehreren Wochen erkrankt ist.
So um 17:00 Uhr trafen dann die Hofheimer ein - mit nur 2 Spielerinnen. Eine Spielerin hat sich am Freitag morgen mit Fieber krank gemeldet. Da die U14w statt der geplanten 5 Runden nur 3 Runden spielen wird, wurde beschlossen die Freitag-Abend Runde ausfallen zu lassen in der Hoffnung, dass die Hofheimer Spielerin Samstag morgen anreisen kann.
Gegen 22:00 gab es Nachricht aus Hofheim: Die erkrankte Spielerin wird auch am Samstag definitiv nicht anreisen können. Und als der Schiedsrichter der Hofheimer Betreuerin erklärte, dass die beiden Hofheimer Spielerinnen (eigentlich an Brett 3 und 4 gemeldet) an Brett 1 und 2 spielen müssen, da nach Turnierordnung nur die hinteren Bretter kampflos verloren gegeben werden dürfen, zogen sich die Hofheimer zu einer kurzen Mannschaftsbesprechung zurück und reisten um 22:30 Uhr wieder ab.
Es kann manchmal ein schmaler Grat sein zwischen "durch gute Gegner fördern" und "junge Spielerinnen sinnlos verheizen".
Damit hatten die verbliebenden Mannschaften (Offenbach, Ingelheim und Hersfeld) die Qualifikation zur Deutschen Vereinsmeisterschaft schon erreicht, bevor der erste Zug gemacht wurde.
Samstag morgen startete dann die erste Runde Ingelheim gegen Bad Hersfeld. Ariadne konnte ihre Gegnerin bereits in der Eröffnung überspielen und ihren Vorteil dann sauber und sicher zur Hersfelder 1:0 Führung ausbauen. Rebecca  und Laura (Gegen Frieda von Beckh - DWZ 1661. Beachtenswert: Ingelheim wird überlegen Rheinland.Pfalz-Meister, läßt aber bei diesem Turnier eine eigene Spielerin zu Hause um sich mit einer hessischen Spitzenspielerin nochmals zu verstärken!) fliegen einfach nur weg und haben nicht den Hauch einer Chance. Lisa baut sich etwas passiv aber vollkommen Gesund auf. Leider verpasst sie in der Eröffnung zwei mal die Möglichkeit mit aktiven Zügen eine für die Gegnerin unangenehme Initiative zu entfalten. Bis ins späte Mittelspiel kann Lisa voll mithalten und die Stellung im Gleichgewicht halten. Einmal hätte sie mit einer kleinen Kombination sogar in ein Doppelturmendspiel mit Mehrbauer abwickeln können. Als die Bedenkzeit dann knapper wurde, leistete sich Lisa eine Ungenauigkeit und das reichte der Rheinland-Pfälzischen Spitzenspielerin um eine gefährliche Aktivität zu entfalten um dann in der Zeitnotphase Lisas Stellung völlig zu zerpflücken.
Endstand 3:1 für Ingelheim.
Samstag Nachmittag konnten wir dann zuschauen, wie Turnierfavorit Offenbach mit Müh und Not grade so gegen Ingelheim gewinnt (2,5:1,5)
Sonntag morgen dann der Abschluß gegen Hersfeld gegen Offenbach. Diese Begegnung haben wir (nicht ganz unerwartet) mit 4:0 verloren. Völlig Chancenlos waren wir allerdings nicht: Rebecca ist es gelungen ihre Gegnerin in der Eröffnung an die Wand zu drücken. An Zwei stellen hätte sie mit genauen Zügen und (zeitweiligen) Figurenopfer ihre Gegnerin zur Aufgabe zwingen können. Rebacca hatte durchaus bemerkt, dass die gegnerische Verteidigungsstellung brüchig ist. Aber ihr war nicht klar wie brüchig die Verteidigung ist. Vielleicht fehlte auch etwas die Traute gegen eine Gegnerin mit über 300 DWZ-Punkte Vorsprung Figurenopfer anzubringen. Sie spielte mit "normalen" Zügen weiter, die Offenbacherin konsolidierte ihre Verteidigung und wickelte in ein Endspiel mit zwei Türmen und ungleichfarbigen Läufern ab. Dieses Endspiel verteidigte Rebecca  gut, aber es gab nichts mehr zu verteidigen: Die Offenbacherin hatte das schon so eingerichtet, dass das Endspiel oberflächlich betrachtet (Materialgleichheit) zwar harmlos aussah aber in Wirklichkeit war das bereits eine technische Gewinnstellung.
Auch Laura hat in dieser Begegnung einiges geleistet. Nach 20 Zügen hat sie eine völlig chaotische Stellung auf dem Brett. Beide Seiten haben mehrere Bauernschwächen, Figuren stehen auf Feldern, wo man eigentlich nicht weiß was die dort zu suchen haben, keine offensichtlichen Ideen oder Spielpläne. Ohne eingehende Analyse oder Computerhilfe weiß ich auch nicht ob oder wer da eigentlich besser steht (oder vielleicht auch weniger schlecht steht?). Gegen eine 450 DWZ-Punkte bessere Spielerin derartige Stellungen anzustreben ist sicher keine schlechte Strategie, eine derartige Stellung dann aber in der Praxis auch aufs Brett zu zaubern zeugt schon von einer gewissen Klasse.
Dann wurde bei beiden Spielerinnen die Zeit knapp, und die Stellung blieb chaotisch. Als Lauras Bedenkzeit unter zweieinhalb Minuten sank habe ich dezent den Raum verlassen um Laura durch meine Anwesenheit nicht noch nervös zu machen. Als ich den Raum wieder betrat war die Zeitnot vorbei und Laura hatte einfach nur eine Figur weniger....

Gesamtfazit: Die Mannschaft hat sicherlich nicht so entfesselt gespielt wie bei den Hessischen Mannschaftsmeisterschaften aber doch erheblich besser als das nackte Ergebnis (1:7 Brettpunkte) es vermuten läßt
Jede Spielerin ist einmal mehr oder weniger vorgeführt worden und hat einmal völlig reele Chancen bekommen (und einmal auch voll genutzt) Und das waren keine Gegnerinnen aus der Bezirksliga!




Montag, 12. August 2019

Bad Homburger DWZ-Cup

Kaum sind die Sommerferien zu Ende und schon sind 4 unserer Jüngsten schon wieder schachlich aktiv. Gut so!
Der Bad Homburger DWZ-Cup hat einen hierzulande ungewohnten Modus. Die Startrangliste wird in Vierergruppen aufgeteilt (1-4, 5-8 usw), diese spielen dann ein Rundenturnier. Spieler ohne DWZ werden auf die unteren Gruppen aufgeteilt, damit diese gegen DWZ-Spieler antreten und so die Möglichkeit bekommen selbst den DWZ-Einstieg zu schaffen.
Interessant ist dieses Turnier aber auch für stärkere Jugendliche, die ihr Können in einem kleinen Rundenturnier gegen gleichwertige Gegner testen möchten - Der DWZ-Schnitt in der A-Gruppe liegt bei knapp unter 1700.

Vom SK Turm sind angetreten: Charly Fizer, Michelle Heß (beide ohne DWZ), Angelina Doncev (782) und Philipp Seilius (872).

Charly und Michelle erspielen sich beide ihre erste DWZ, wobei Charly mit zwei Remisen und einem Sieg ungeschlagen bleibt und sich den 2. Platz in ihrer Gruppe sichert.
Angelina muß bei einem Sieg zwei Niederlagen hinnehmen.
Bester Hersfelder bei diesem Turnier aber ist unangefochten Philipp Seilius: 3 Spiele, 3 Siege, 1. Platz in seiner Gruppe, DWZ + 149... besser kann ein Turnier nicht laufen.


Sonntag, 16. Juni 2019

Erfolgreiche Teilnahme bei den Deutschen Jugendeinzelmeisterschaften

Gestern gingen die Deutschen Jugendeinzelmeisterschaften in Willingen zu Ende. Im April hatte sich Julia Vöcking als Überraschungssiegerin in der U10w nicht nur den Hessenmeistertitel gesichert, sondern sich damit auch das Startrecht bei den Deutschen Jugendeinzelmeisterschaften erworben.
Ihre Schwester Laura Vöcking fuhr mit nach Willingen und nahm am Begleitturnier (U25 C-Open) teil. Ebenfalls mit dabei: Michael Honstein (SV Alsfeld). Michael hat bei den Hessischen Meisterschaften hervorragend gespielt und sich einen Qualifikationsplatz in der Altersklasse U12 gesichert.
Es ist zwar nicht üblich auf der Hersfelder Hompage Spieler aus anderen Vereinen zu würdigen, aber vom Bezirk Osthessen nehmen auch nicht so häufig Spieler an deutschen Meisterschaften teil.


Bei 42 Teilnehmern nimmt Julia mit ihrer DWZ 812 den Startplatz 41 ein. Also für Julia 11 Partien  zum Lernen. Jede Partie die nicht verloren geht darf als Erfolg gewertet werden und die Tatsache, dass sie sich qualifiziert hat und mitspielen darf sollte Erfolg genug sein.
Gleich die ersten Runde beginnt mit einem Paukenschlag. Julia gewinnt gegen eine Gegnerin mit DWZ 1095 !. In der zweiten Runde bekommt Julia eine Gegnerin mit DWZ 1192 - und gewinnt auch diese Partie !! 
Also werden die Anforderungen nochmal gesteigert: Julia rückt an Brett 4 vor und ihre Gegnerin hat eine DWZ 1215. Da die ersten 5 Bretter Live ins Internet übertragen werden, spielt Julia zum ersten mal in ihrem Leben an einem LIVE Brett. Aber scheinbar läßt Julia sich von nichts beeindrucken: Sie gewinnt auch noch ihre dritte Partie !!!
Lassen sich die Anforderungen nochmal steigern? Ja. In der 4. Runde spielt Julia an Brett 2 gegen Alissa Wartenberg (DWZ 1291). Die ersten 3 Bretter jeder Altersklasse werden von IM Christof Sielecki und Gast (An diesem Tag GM Andreas Heimann) live kommentiert. Auch wenn bei den Kommentatoren die Altersklasse U10w nicht im Zentrum ihrer Betrachtungen steht: Julia dürfte wohl die einzige Hersfelder Spielerin sein, die von Mitgliedern der deutschen Schach-Elite öffentlich lobend erwähnt wird. 
Julia verliert diese Partie. Was sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht weiß: Ihre Gegnerin Alissa Wartenberg wird mit 10,5/11 überlegen Deutsche Meisterin und wird die deutschen Farben bei der nächsten Weltmeisterschaft vertreten.
Nach diesem Start bekommt Julia in den nächsten Runden nur noch Gegnerinnen mit vierstelliger DWZ, teilweise sogar ab 1200 aufwärts. Und wenn es nach diesem wahrlich einmaligen Turnierstart vielleicht etwas aus dem Blickfeld geraten ist: Julia kann mit Ihrer DWZ 812 naturgemäß nicht mithalten und verliert in Runde 5, 6 , 7 ....
Erst in Runde 10 bekommt sie Ihre erste Gegnerin mit dreistelliger DWZ: 922 - also nur 110 Punkte Vorsprung. Aber die Qualität dieser Partie ist nur ein Schatten dessen, was sie in den ersten 3 Runden aufs Brett gezaubert hat. Auch die letzte Partie (DWZ 839 - also ihre erste Gegnerin auf Augenhöhe) verliert sie.
In der Abschlußtabelle bleiben also 3 Punkte aus 11 Partien = Platz 39. Also doch alles verspielt und den Startrangplatz 41 nur minimal verbessert ?! Ein Blick in die DWZ-Auswertung führt noch mal ins Rampenlicht, was Julia hier geleistet hat: Sie hat ihre DWZ um 64 Punkte gesteigert. Bei dieser Gegnerschaft wären 1,7 Punkte zu erwarten gewesen - das hat sie in der Doppelrunde am ersten Tag bereits überboten.


Im C-Open (bis DWZ 1400) ist Laura bei 65 Teilnehmern mit ihrer DWZ 1172 an Startplatz 31 gesetzt, also ganz knapp in der vorderen Hälfte. Im C-Open werden 9 Runden gespielt und im Gegensatz zu ihrer Schwester beginnt das Turnier für Laura recht unspektakulär. In der ersten Runde gegen einen DWZ-losen Gegner gewonnen, in der 2. Runde gegen eine DWZ stärkeren (1296) verloren, in der dritten Runde gegen einen DWZ-losen Remis. Damit hat sie alle 3 möglichen Partieausgänge abgehakt.. Im Mittelteil des Turnieres steigert sie etwas ihre Ergebnisse,liefert aber keine großen Überraschungen:
Runde 4 Remis gegen DWZ 1262, Runde 5 Sieg gegen 1048, Runde 6 Remis gegen 1388.
Im letzten Turnierdrittel kommt Laura richtig in Fahrt. In Runde 7 nimmt sie mit einem Remis gegen 1181 Anlauf und besiegt in den beiden Schlußrunden 2 DWZ-stärkere Gegner (1371 und 1236)
In der Endtabelle belegt sie mit 4 Siegen, 4 Remisen bei einer Niederlage mit 6 Punkten Platz 11. Damit steigert sie ihre DWZ um 85 Punkte auf 1257.



In der Altersklasse U12 nimmt Michael Honstein (SV Alsfeld) mit einer DWZ 1378 den Startplatz 55 von 58 Teilnehmern ein. Ähnlich wie Julia in der U10w hat er also nichts zu verlieren und jede nicht verlorene Partie ist ein Erfolg.
Erst Im April hat Michael bei den Hessischen Meisterschaften seine DWZ von 1103 um unglaubliche 275 Punkte gesteigert. Natürlicherweise stellt sich bei einer derartig großen DWZ-Steigerung immer die Frage : Hat Michael seine Spielstärke wirklich derartig weit gesteigert oder war die Leistung bei der Hessenmeisterschaft "nur" ein positiver Ausrutscher?
Bei den deutschen Meisterschaften bekommt Michael in den 9 Runden eine ziemlich ausgeglichene Gegnerschaft. Bester Gegner: 1760, Schlechtester Gegner 1600. Michael schafft 3 Siege (bei 6 Niederlagen) und steigert seine DWZ um weitere 91 Punkte auf 1469 !!