Montag, 23. September 2019

U10 Mannschaftsmeisterschaften in Gernsheim


Das war wieder ein interessantes und vor allen Dingen spannendes und zufriedenstellendes Schachwochenende. Samstag die Hessische U10 Mannschaftsmeisterschaft in Gernsheim, gleich im Anschluß die Hessische U10 Blitzmannschaftsmeisterschaft und dann am Sonntag unseren ersten Ligakampf in der beginnenden Landesligasaison.

Beginnen wir den Bericht chronologisch mit der U10:
(Den Bericht der Landesklasse schreib ich morgen)

Wir haben nicht nur eine Mannschaft zusammenbekommen (was nicht so selbstverständlich ist, da viele Spieler erst in der Altersklasse U12 oder U14 dem Verein beitreten), wir haben auch eine recht gute Mannschaft:

Brett 1: Lukas Kempf - DWZ fast 1100 und damit nach Hessischer DWZ Rangliste Nr 14 in der U10
Brett 2: Julia Vöcking - amtierende Hessenmeisterin U10w - DWZ 880
Brett 3: Angelina Doncev - DWZ 851
Brett 4: Alana Prendel - noch keine DWZ

Sicherlich sind DWZ bei sehr jungen Spielern grundsätzlich nicht so besonders aussagefähig, aber wir müssen uns mit dieser Mannschaft bestimmt nicht verstecken.

Angereist waren 12 Mannschaften, an Platz 1 gesetzt Makabi Frankfurt mit 3 Spielern DWZ > 1300 und Brett 4 hat auch nur minimal weniger DWZ als unser Brett 1.... Um die Goldmedaille werden wir also nicht mitspielen.

Die erste Runde: Schlechte Leistung. Lukas ist offensichtlich viel zu nervös und verliert innerhalb 3 min seine Partie. Julia dominiert nach belieben ihren Gegner und verliert dann sang und klanglos ein Endspiel mit glattem Mehrturm. Angelina spielt ruhig, sicher und gewinnt ihre Partie, Alana spielt ebenfalls sehr lange und eigentlich auch nicht schlecht, aber grade im Endspiel ist ihr Gegner schachlich einfach noch etwas besser als sie.
1:3 Niederlage - aber wenn die beiden Spitzenbretter so einen Mist machen....
Zur Ehrenrettung sei aber auch gleich gesagt: Das war kindliche Nervösität und blieb die einzige schlechte Leistung des Tages!
In Runde 2 haben wir Makabi Wiesbaden als Gegner. Wiesbaden ist an Platz 2 gesetzt und DWZ-mäßig noch um einiges stärker als wir (keine Ahnung warum die in der ersten Runde verloren haben...), aber in Schlagweite. Nach spannenden Verlauf verlieren wir erneut 1:3. Unsere Mannschaft hat gut gespielt, aber man muß neidlos zugeben: Wiesbaden spielte etwas besser.
In Runde 3 bis 5 haben wir nicht nur gut gespielt, sondern auch 5 Mannschaftspunkte eingesammelt.
Nach Runde 5 gab es eine ungewöhnliche Tabellensituation: Makabi Frankfurt führt mit 10 Mannschaftspunkten, gefolgt von Oberursel mit 8 Manschaftspunkten, dahinter 7 oder 8 Mannschaften mit 5 Mannschaftspunkten, darunter Bad Hersfeld. Wir brauchen also "nur" noch 2 Siege in den beiden Schlußrunden und es könnte für Bronze reichen.
Dieser Schlußspurt  fängt mit einem klaren 3:1 Sieg in Runde 6 gut an - Und dann werden wir in der Schlußrunde gegen Makabi Frankfurt gelost. Trotz heftiger Gegenwehr läßt sich die 0:4 Niederlage nicht vermeiden was uns trotz 7:7 Mannschaftspunkten auf Platz 8 zurückwirft.

Beste Hersfelder Spielerin war mit 5 Punkten aus 7 Partien Angelina Doncev.

Beim anschließenden Blitzturnier nahmen 7 Mannschaften teil, wobei tendenziell die stärkeren Mannschaften mitspielten und die schwächeren auf eine Teilnahme verzichteten. (Tabellen oder Berichte wurden von der HSJ noch nicht veröffentlicht so dass ich alle Tabellenstände und Ergebnisse aus meinem Gedächtnis ziehen muß.) Wir erreichen wieder 50 % = 6 Mannschaftspunkte und hier schaffen wir gegen Makabi Frankfurt immerhin eine 1:3 Niederlage. Angelina holt diesen Ehrenpunkt und wird auch im Blitzturnier mit 4 aus 6 beste Hersfelderin.

Rein Zahlenmäßig (Punkte und Tabellenplätze) waren die HersfelderInnen also gar nicht ganz so gut, eher Durchschnitt. Aber Zahlen sind nicht alles: Die Partien waren gut. Bei den U10 Spielern sieht man immer wieder regelwidrige Züge, König im Schach stehen lassen etc. Bei den Hersfeldern ist das in 7 Runden = 28 Partien nur ein einziges Mal passiert. Außerdem spielen junge Spieler immer viel zu schnell - unter den 5 längsten Partien waren in jeder Runde 2 bis 3 Hersfelder.

Es hat richtig Spaß gemacht, diese Mannschaft zu betreuen!

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